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Nauplia (allgemein)
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Die Allerheiligenkirche
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Das Elterhaus von Nikos Karouzos
Der Bahnhofspark – Die städtische Musikschule 'Konstantinos Nonis' – Das Museum für Kinder „Stathmos“
Der Kolokotronis Park
Der Palamidis
Der Staikopoulospark
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Der Kapodistriasplatz
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Die Akronauplia
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Die Katholische Kirche der“ Verklärung Christ“
Der Platz des Heiligen Spiridon
Die Kirche des Heiligen Spiridon
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Das Sagredotor
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Das Archäologische Museum
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Das türkische Mendreses – Die Gefängnisse von Leonhard
Das „Trianon“
Die Wohnsiedlung – „Gialou“
Peloponnesische Stiftung für Volkskunde und Museum Vassilios Papantoniou
Die Kunsthalle Nauplias
Öffentliche Zentralbibliothek von Nauplia „Palamidis“
Die Kirche des Heiligen Nikolaos
Der Platz der Freunde Griechenlands
Das Zollamt
Die Jungfrauenkirche
Die Uferpromenade
Der Schutzwehrturm „Die Fünf Brüder“
Das Bourtzi
Der Arvanitiarundwanderweg
Die Siedlung – Psaromachalas
Die Kirche des Heiligen Anastasios
Die Bucht von Karathona
Das Heilige Kloster (Agia Moni)
Ausstellungsraum der Alpha Bank

Die Akronauplia


Die Felsenhalbinsel der Akronauplia stellt den ummauerten Siedlungsraum Nauplias von der Antike bis zum 15.Jahrhundert dar. Die Mauern der Akronauplia zeugen von ihrer reichen Geschichte, die zugegebenermaßen, aufgrund ihrer ständig wechselnden Besiedlung nur schwer zu verfolgen ist. Die heutige Gestalt der Burg, wenn auch stark verändert durch in unseren Tagen vorgenommene Veränderungen, entstand hauptsächlich in der Zeit der Frankenherrschaft und der ersten Venezianischen Herrschaft vom 13. bis 16 Jahrhundert. Auf der Akronauplia wurde die Existenz einer prähistorischen Besiedlung nachgewiesen. Im westlichen Teil der Akropolis sind Teile ihrer antiken vieleckigen Mauer erhalten geblieben, die auf Ende des 4. Jahrhunderts vor Chr. datiert werden. Ebenso sind Mauerreste aus der griechischen und byzantinischen Epoche erhalten geblieben. 1210 bis 1212, als die Franken die Stadt in Besitz nahmen, teilten sie das Gebiet der Akronauplia in zwei Umwallungen auf, die sie Burgen nannten. Ungefähr in der Mitte der Felsenhalbinsel befand sich das sogenannte Castello dei Franchi, die Frankenburg, die den Frankenfürsten als Wohnbereich diente und das Verwaltungs- und Militärzentrum der Stadt darstellte. Das Castello dei Greci, die Griechenburg, die sich im westlichen Teil der Felsenhalbinsel befand und höher gelegen, war ausschließlich den Griechen vorbehalten. Die griechische Burg muß schon zu Zeiten Byzanz existiert haben, während die Frankenburg wohl etwas später gebaut wurde. Die Franken errichteten ein Mauerwerk zwischen den beiden Burgen und einen viereckigen Turm in der Mitte des Hügels, um die Kommunikation zwischen den beiden Burgen zu kontrollieren. An der östlichen Mauer der Frankenburg existierte ein Tor, das von zwei runden Türmen und einem dreieckigen Festungswerk gesichert wurde. Das Tor war mit interessanten Wandmalereien verziert und als Friedenstor bekannt. Während der ersten Venezianischer Herrschaft, genauer gesagt von 1470 an, nahmen die Venezianer die Bedrohung durch die Türken zum Anlass, die Befestigung der Akronauplia auszubessern und zu erweitern. Die Leitung dieser Arbeiten, zu Zeiten des Stadtverwalters Vettore Pasqualigo, übernahm der damals bedeutende Ingenieur Antonio Gambello. Eine der ersten und wichtigsten Arbeiten war die Verstärkung und Befestigung der Akronauplia mit dem Hinzufügen einer neuen Ummauerung, der sogenannten Castello di Toro, der sogenannten Torerburg. Der Name der Burg wurde sehr wahrscheinlich von dem italienischen Wort torrione abgeleitet, das so viel bedeutet wie großer Turm innerhalb von Festungsmauern. Die Torerburg ist gut erhalten und man kann, die Wegtreppe der katholischen Kirche hinaufsteigend, den das Burgtor sichernden imposanten, runden mit Zinnen ausgestatteten Turm bewundern, der als ein ausgezeichnetes Beispiel für die Bauweise der Hochrenaissance gilt. Ein anderes Bauwerk dieser Epoche ist die sogenannte Gambello Traverse, die die Verstärkung der Frankenburg durch das einziehen einer zweiten traversen Mauer zwischen der Frankenburg und der Griechenburg zum Ziel hatte. Das Tor zwischen den beiden Burgen wurde durch einen vieleckigen Schutzwehrturm und einer im Halbrund verlaufenen Mauer mit Schießscharten verstärkt. In der Zeit der ersten Türkischen Herrschaft, wurden nur wenige Ausbesserungen und Erweiterungen an der Burg vorgenommen, die von den Türken Its – Kale genannt wurde, was soviel wie Innere Burg bedeutet. Das Gebiet war von einfachen Leuten besiedelt. Türken und Christen, sowie die Unterkünfte der Offiziere befanden sich in der „unteren Stadt“. 1686, als die Venezier die Stadt von den Türken eroberten, wurde auf deren Befehl, die Besiedlung der Akronauplia untersagt. Die Bewohner der Akronauplia wohnten von da an in der „unteren Stadt“, die durch Landgewinnung aus dem Meer schon seit dem 15. Jahrhundert bestand hatte. Die Akronauplia war seither nur noch für das Militär zugänglich. 1829, errichte der Regierungspräsident Griechenlands, Ioannis Kapodistrias in der Akronauplia eine große Kaserne, sowie ein Militärkrankenhaus. 1926 wurden die berüchtigten Gefängnisse vom Palamidis in die Akronauplia verlegt, die sich bis dahin in der Kaserne von Kapodistrias befanden. 1937 wurden die Gefängnisse der Akronauplia auch zur Abbüßung gewöhnlicher Straftaten genutzt und funktionierten bis 1960 in diesem Sinne. 1970 – 71 begann man mit dem Abriss der Gefängnisse. An deren Stelle wurde das Hotel „Ksenia Pallas“ errichtet. Auf diese Weise wurde ein Grossteil des Mauerwerks und Gebäudekomplexes der Griechenburg zerstört. Zur gleichen Zeit wurde auch das Militärkrankenhaus abgerissen. Einzig die kleine Kirche, gewidmet den Heiligen Anargyri, blieb vom ehemaligen Militärkrankenhaus übrig. Heute kann man die Akronaupliaburg entweder den Anstieg an der Ostseite des Staikopoulosparks hinaufgehend oder über die Wegtreppe der katholischen Kirche und dem Tor der Torerburg besuchen. Es bleibt zu erwähnen, dass die Gestaltung der drei inneren Ummauerungen der Akronauplia vom Palamidis aus besser zu sehen ist.