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Nauplia (allgemein)
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Die Allerheiligenkirche
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Der Fachbereich für Theaterstudien der Universität Peloponnes
Die Nationalpinakothek – Museum Alexandros Soutzos – Abteilung Nauplia
Das Elterhaus von Nikos Karouzos
Der Bahnhofspark – Die städtische Musikschule 'Konstantinos Nonis' – Das Museum für Kinder „Stathmos“
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Der Palamidis
Der Staikopoulospark
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Der Kapodistriasplatz
Das Haus Armansperg
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Der Platz des Heiligen Spiridon
Die Kirche des Heiligen Spiridon
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Das türkische Mendreses – Die Gefängnisse von Leonhard
Das „Trianon“
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Peloponnesische Stiftung für Volkskunde und Museum Vassilios Papantoniou
Die Kunsthalle Nauplias
Öffentliche Zentralbibliothek von Nauplia „Palamidis“
Die Kirche des Heiligen Nikolaos
Der Platz der Freunde Griechenlands
Das Zollamt
Die Jungfrauenkirche
Die Uferpromenade
Der Schutzwehrturm „Die Fünf Brüder“
Das Bourtzi
Der Arvanitiarundwanderweg
Die Siedlung – Psaromachalas
Die Kirche des Heiligen Anastasios
Die Bucht von Karathona
Das Heilige Kloster (Agia Moni)
Ausstellungsraum der Alpha Bank

Der Palamidis


Die Festung auf dem Palamidis, die sich in ausgezeichnetem Zustand befindet, stellt eine der bedeutendsten Errungenschaften der venezianischen Festigungsarchitektur dar. Der Palamidishügel, der seinen Namen von dem homerischen Helden Palamidis erhielt, scheint bis zur Zeit der zweiten Venezianischen Herrschaft nicht befestigt gewesen zu sein. Der Bau der Festung gestaltete sich im wesentlich in den Tagen des venezianische Generalbevollmächtigten der Flotte, Agostino Sagredo, von 1711 bis 1714, der die Befestigung des Palamidis, sowohl aus festungsbautechnischer Sicht, wie auch aus Sicht der Festungsbaudauer zu einem wirklichen Erfolg werden lies. Die Mechaniker Giaxich und Lasalle, entwarfen eine Festung, die aus sich gegenseitig stützenden Schutzwehrtürmen bestand, die auf einer West – Ost Achse voranschreitend, nach und nach errichtet wurden, und untereinander durch eine Mauer miteinander verbunden waren. Die insgesamt 8 Wehrtürme der Burg stellten jeweils eine selbständige Einheit dar, sodass, wenn einer von ihnen erobert wurde, die anderen weiter Abwehrarbeit leisten konnten. Der zentrale Schutzwehrturm, der den Namen des Heiligen Andreas trägt, beherbergte die Kommandantur und war der am besten ausgerüstete Schutzwehrturm. Hier befindet sich auch die kleine Kirche des Heiligen Andreas, ursprünglich dem Heiligen Gerardos gewidmet, der als Beschützer der Familie der Sagredo galt. Die Benennung der Schutzwehrtürme wechselte jeweils mit den Machthabern der Festung. Außer dem Schutzwehrturm des Heiligen Andreas, bauten die Venezier die Schutzwehrtürme Leonidas und Miltiadis im Norden, den Schutzwehrturm Robert im Nordwesten, den Schutzwehrturm Themistoklis im Süden und Achilles im Osten. Der Schutzwehrturm Epameinondas wurde während der Dauer der Τürkischen Herrschaft fertig gestellt, während der Schutzwehrturm Fokion von den Türken allein errichtet wurde. Es ist festzuhalten, dass es den Christen während der Τürkischen Herrschaft nicht erlaubt war die Festung zu betreten. Vom Palamidishügel aus begann die Befreiung der Stadt von den Türken nach jahrelanger Belagerung. In der Nacht von 29. November 1822, eroberte eine Gruppe von griechischen Kämpfern, unter der Führung von Staikos Staikopoulos blitzartig den Palamidisfelsen. Als erster setzte Dimitrios Moschonisiotis, ausgehend vom Schutzwehrturm Achilles, seinen Fuß in die Festung. Um die Mittagszeit des 30. November fand in der kleinen venezianischen Kirche des Heiligen Gerardos, nach einer provisorischen Reinigung vom sich dort befindenden Schutt, ein Gottesdienst statt und die kleine Kirche wurde nachträglich dem Apostel Andreas gewidmet, da am 30. November dessen Name gefeiert wird, dem Tag, an dem die Stadt wieder griechisch wurde. Seither wird jedes Jahr die Befreiung der Stadt in einem festlichen Gottesdienst in dieser Kirche gefeiert. Außer als Standort einer bedeutenden Festung diente der Palamidis auch ein Standort düsterer Gefängnisse. 1833 zu Zeiten des Vizekönigtums, als König Otto noch nicht mündig war, wurde im Schutzwehrturm Miltiadis höchstwahrscheinlich, einer der Hauptdarsteller der griechischen Revolution gefangen gehalten. Es war Theodoros Kolokotronis, der unter dem falschen Vorwurf des schweren Landesverrates hier gefangen gehalten wurde. Um 1840 wurde der Schutzwehrturm Miltiadis, der in seinen Ausmaßen der größte unter den Sutzwehrtürmen war in eines der strengsten Gefängnisse für Schwerstverbrecher umgestaltet. Es funktionierte als solches bis ungefähr 1926. Ein anderes Gefängnis befand sich im Schutzwehrturm des Heiligen Andreas, indem jedoch verhältnismäßig bessere Bedingungen herrschten. Heute ist der Zugang zur Festung über eine Autostrasse, die zum Osttor führt möglich, sowie über die bekannte Treppe, die sich auf der Westseite, östlich des Wehrturms Grimani befindet. Diese Treppe hat aus Traditionsgründen 999 Stufen, da die 1000 Stufe das Pferd von Kolokotronis zum stolpern brachte. In Wirklichkeit hat die Treppe allerdings weniger Stufen und wurde zu Zeiten Ottos von Gefangen des Palamidis unter der Aufsicht des bayrischen Militärs gebaut. Von hieraus gibt es eine ausgezeichnete Sicht auf die Akronaupliaburg. Oben auf der Festung kann man heute unter anderem die riesigen Schutzwehrtürme, die historische Kirche des Heiligen Andreas und die bemerkenswerten Wasserspeicher bewundern, die bis heute das Bergregenwasser sammeln.